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Geschichte der Gemeinde “Tías”

Die Geschichte der Ortsgemeinde Tías beginnt mit dem Vulkanausbruch im 18. Jahrhundert. Diese Eruptionen haben nicht nur 13 Dörfer unter sich begraben, sondern haben auch eine große Zahl an typischen Getreidefeldern auf Lanzarote zerstört. Die von der Natur angegriffene Insel sah dabei zu, wie ihre Einwohner, bedingt durch die langjährigen Trockenperioden und die zahlreichen Piratenangriffe, immer schwächer wurden. Viele Einwohner versuchen, die Insel zu verlassen. Jedoch bestrafte das spanische Königreich dieses Vorhaben mit der Todesstrafe, aus Angst Lanzarote als militärischen Stützpunkt zu verlieren.

Gemeinde: Tías: 1941-1950 Quelle: Archiv Histórico de Teguise

Quelle: Cabildo de Lanzarote (historisches Kulturerbe)

Viele Bewohner der zerstörten Orte flohen in weniger bewohnte Nachbarorte. Schon damals kannte man diesen Teil der Insel unter dem Namen Tías, welcher bis zum Aufkommen des Tourismus, als die ärmste Gemeinde auf Lanzarote angesehen wurde. Auf den Feldern wurden neben der Schweine- und Schafzucht auch Gemüse, Zwiebeln, Tomaten uvm. angebaut. Schon bald fanden die Landwirte heraus, dass die vulkanischen Eruptionen einen großen Vorteil für die Landwirtschaft mit sich brachten: Die poröse Asche der Vulkane sammelt und speichert die Feuchtigkeit, die langsam die Wurzeln der Pflanzen ernährt und im Laufe des Tages eine Art Decke entwickelt, die die Feuchtigkeit vorm Vaporisieren schützt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fing man an auf der Insel ausgehend von einer kleinen Rampe in Puerto del Carmen eine Art Seife nach Großbritannien zu exportieren. Diese Seife gewann man aus der sogenannten Pflanze Barrilla, Salzkraut. Während des nächsten Jahrhunderts verzeichneten sich auf Lanzarote keine großen Veränderungen. So auch Ende der 60er Jahre, weitere Dürrejahre, indenen Frauen und Kinder dazu gezwungen wurden sich um die Landwirtschaft zu kümmern, damit ihre Männer sich monatelang auf hoher See um das Fischen kümmern konnten. Das langsame Aufkommen des Tourismus, beginnend mit den Hotels Los Fariones und San Antonio als die einzigen Unterkunftsmöglichkeiten, ermöglichte es den Inselbewohnern erstmalig ihrer Geschichte mit Hoffnung zu begegnen.

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